Anfeuerungsrufe aus voller Kehle Gute Stimmung und Hochbetrieb beim Lieler Herbstfest mit eingeschränktem Tauziehturnier.

Anfeuerungsrufe aus voller Kehle

 

Gute Stimmung und Hochbetrieb beim Lieler Herbstfest mit eingeschränktem Tauziehturnier.

SCHLIENGEN-LIEL (sil). "Zieh! Zieh!" Zum vierten Mal maßen starke Männer ihre Kräfte bei einem Tauziehturnier am Wochenende auf dem Lieler Känzele. Sieger und neuer Besitzer des Wanderpokals wurde das Team "Am Bierbrunnen" aus Lipburg, gefolgt von der Feuerwehr Liel und der Feuerwehr Schliengen. Als Siegesprämie gab es anstelle des bislang üblichen Geschenkkorbs vier Fässer Bier – damit konnte das Team "Am Bierbrunnen" vermutlich auch etwas anfangen.

Zum vierten Mal veranstalteten die Lieler Riedmatte-Schlurbi und die Freiwillige Feuerwehr Liel ihr zweitägiges Herbstfest rund um die Schlossgartenhalle. Erstmals jedoch fiel das Gaudi-Tauziehturnier am Samstagmittag aus. Wie Riedmatteschlurbi-Chef Daniel Herzog sagte, hätten sich trotz Werbung diesmal nur sechs Teams gemeldet: Die Feuerwehren aus Liel, Schliengen und Sitzenkirch, die Sitzenkircher "Muni", die Schweighöfler Seilbären und das Bierbrunnen-Siegerteam aus Lipburg. Das passte diesmal auch, denn, wie Herzog erklärte, hätte man es auch nicht passend gefunden, am Samstagmittag in Hörweite der Trauerfeier für den verstorbenen früheren Lieler Pfarrer Bruno Bialas ein lautes Sportereignis zu veranstalten.


Lautstark ging es am Freitagabend allemal zu: Aus voller Kehle feuerten die Zuschauer ihre Favoriten an, und auch die Kommandos der Teamchefs hatten es in sich. In 15 Zügen traten die sechs Mannschaften gegeneinander an. Etwas unterhalb vom Känzle brutzelten derweil die Grillwürste, Steaks und Schupfnudeln in der "Teufelsküche", und nach dem Sportereignis wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Auch ohne Tauziehturnier war tags darauf bei bestem Wetter zum Tag der Deutschen Einheit der Schlossgartenplatz voller Festgäste. Immer neue Sitzgarnituren mussten um die Mittagszeit aufgestellt werden, während im großen Küchenzelt die Kessel mit Kesselfleisch und Schweinsprägel, Blut- und Leberwurst, Sauerkraut und Kartoffelbrei dampften. Zum Nachtisch gab’s Kuchen und Waffeln am Zelt des Kindergartens und auch die Teufelsküche heizte wieder mächtig ein.